ÜBER CHAMPAGNER

GESCHICHTE

HERSTELLUNG

GEGENWART

GLIEDERUNG

Opatstvi HautvillersMan sagt, dass der berühmte Mönch Dom Pérignon den Champagner erfunden hat. Es ist jedoch nicht ganz wahr. Der Mönch hat im Gegenteil das ganze Leben lang versucht, das Verfahren von Perlen, das durch eine sekundäre Gärung entstanden ist, zu verhindern. Die Bläschen wurden nämlich für Mangel an der Qualität auf dem Königshof gehalten. Sie sind vornehmlich zu dieser Zeit entstanden, als man nicht geschafft hat den Wein über den Winter auszutrinken und sobald es draußen wärmer geworden ist, hat er wieder begonnen zu gären. Händler haben den Konsumenten gut geraten, den Vorrat bis zum Frühling verbrauchen zu schaffen.

Der Mönch Dom Pérignon hat ganze 47 Jahre lang auch als Kellermeister in der Abtei in Hautvillers gewirkt und auf die Weinherstellung und Verbesserung des Verfahrens aufgepasst. Das Perlen des Weines hat jedoch im Laufe der Zeit geschmeckt und aus dem Mangel wurde eine Attraktion. Es wurde auch von der Zeit beeinflusst, die gerade richtig für Genese dieses Prachtstückes war, denn Ludwig XIV. hat auf dem Thron gesessen. Der Sonnenkönig hat dieses Getränk auf dem Hof in Versailles sehr lieb gewonnen, Wege für seinen einfacheren Transport errichten lassen und einen großen Teil hat sich immer für sich selbst reserviert.

Der größte Beitrag des Aufwärters Dom Pierr Perignon war jedoch eine Reihe von verbesserten Verfahren und Grundsätzen, die den Kern bei der Herstellung bis heute darstellen. Der Mönch hat den Champagner in Flaschen, nicht in Fässern, reif zu werden lassen; er war ebenfalls der Erste, der Korken begonnen hat zu verwenden. Am wichtigsten ist jedoch Mischung oder Zusammenstellung verschiedener Weinsorten – sog. Assemblage. Nach dem Mönch sind nur ein Paar Rezepte geblieben und seine Methode ist sogar als die einzige Mögliche für Herstellung des richtigen Champagners patentiert.

VendangeDie Weinqualität wird von der Kombination des einzigartigen Bodens, kalten Klimas, der Geographie des Gebietes und von den sorgfältig ausgewählten und angebauten Weintrauben beeinflusst.

Man baut drei Grundweinsorten in der Region Champagne – Ardenne an:

Pinot noir (Spätburgunder, weißer Saft und rote Trauben) – bringt Aroma von reifen Früchten mit und macht den Champagner kraftvoll und robust

Pinot meunier (Müllerrebe, weißer Saft und rote Trauben) – gibt dem Wein die Fruchtigkeit und Rundheit.

Chardonnay (weiße Trauben) – ausgesucht für seine Feinheit, Leichtigkeit und kräftige Säure

Diese Trauben teilen sich in zwei Gruppen nach der Traubenfarbe. In Côte de Blancs – weiße Trauben und Côte de Noir – rote Trauben.

Die Traubenernte beginnt gegen September, hundert Tage danach, was der Wein begonnen hat zu blühen. Ernten werden französisch als vendange genannt und es geht um eine traditionelle Gelegenheit, zu der eine Gruppe von Pflückern zusammenkommt, die eine Woche mit Traubensträuchern verbringen, um handgelöste Trauben aussortieren und zusammenpressen zu können. Der Most wird nachfolgend in Fässer eingeräumt und durch primäre Gärung entsteht Wein, der während des Winters mehrmals gereinigt wird. Im Februar kommt dann einer der wichtigsten Punkten im Leben des Champagners, wann der Hauptkellermeister sein Team bestehend aus den besten Önologen zusammenruft und während etwa einer Woche grübeln sie darüber, wie sie die Weine zusammenstellen, um eine perfekt ausgeglichene Endassemblage zu entstehen. In so zusammengestellte Weine gibt man Rohrzucker und Hefepilze, danach wird Cuvée auf Flaschen abgezogen.

Die zweite Gärung verläuft in diesen Flaschen, wo Schaum von Bläschen entsteht, die so charakteristisch für den Champagner sind. Die Flaschen werden in tiefen Kalkkellern mit der idealen Temperatur für Reifen gelagert, währen deren in der Flüssigkeit eine Ablagerung entsteht. Diese wird in schrägen Regalen entfernt, sog. pupitres, durch eine Methode bei der die Flaschen regelmäßig gedreht und gerüttelt werden. Der Vorgang ist heutzutage meistens mechanisiert worden. Nach dem Rütteln oder Remuage folgt das Degorgiren – der Flaschenhals wird gekühlt, deshalb die Ablagerung steif wird und nach der Entfernung des Korkens kommt die Ablagerung zusammen mit dem Verschluss aus der Flasche. In so behandelte Cuvée gibt man eine Menge Dosagelikör. Bis zu dieser Zeit war der Champagner ohne irgendwelche Spur von Süßigkeit, denn der gesamte Zucker wurde von Hefepilzen während der sekundären Gärung verbraucht. Jetzt ist jedoch der Champagner auf seine Finalform in der Flasche mit Korken, Muselet, Etikett vorbereitet - zur Verkostung.

Zur Zeit gibt es 3 Tausend Produzenten von Traubenwein, aus dem man den Champagner herstellt. Aber nicht alle produzieren ein Endprodukt – den Champagner in Flaschen mit einem Etikett. Es gibt ca. 1000 Häuser – maisons, die ihre eigene Marke haben und stellen den Champagner aus ihren oder gekauften Trauben her.

Der größte Absatz gibt es in England, Amerika, Russland, sehr beliebt ist ebenfalls in China und in die Tschechische Republik wurden in 2015 rund 300 000 Flaschen gebracht.

Zuckergehalt

Brut nature – Der Zuckergehalt ist niedriger als 3 g auf 1 Liter, diese Angabe kann man nur auf solchen Produkten verwenden, in welche nach der sekundären Gärung kein Zucker zugesetzt wurde.

Extra brut – Der Zuckergehalt bewegt sich zwischen 0 bis 6 g auf 1 Liter.

Brut – Der Zuckergehalt ist niedriger als 15 g auf 1 Liter

Extra dry – Der Zuckergehalt bewegt sich zwischen 12 bis 20 g auf 1 Liter.

Dry – Der Zuckergehalt bewegt sich zwischen 17 bis 35 g auf 1 Liter.

Demi-sec – Der Zuckergehalt bewegt sich zwischen 33 bis 50 g auf 1 Liter.

Doux – Der Zuckergehalt ist höher als 50 g auf 1 Liter.

Flaschentypen

Eine klassische Flasche für Champagner hat Volumen von 0,75 l. Es gibt aber auch viel größere Flaschen, die ideal zu Sondergelegenheiten und Festen passen. Größer ist z. B. Magnum, deren Volumen 1,5 l zwei Mal größer als das Standardflaschenvolumen ist. Noch größere Flaschen stellen eher Besonderheit dar, im Gegenteil sind Flaschen mit Volumen 0,375 l üblich, diese sind zur Verkostung geeignet.

Název Volumen (l)
1. Piccolo 0,1875
2. Quarter 0,2
3. Demi 0,375
4. Lahev 0,75
5. Magnum 1,5
6. Jeroboam 3
7. Rehoboam 4,5
8. Methuselah 6
9. Salmanazar 9
10. Blathazar 12
11. Nebuchadnezzar 15
12. Solomon 18
13. Sovereign 25
14. Primat 27
15. Melchizedek 30

Typy lahvi